Es werde Licht – bedruckte Tischlampen
Achtung – weiter unten im Text – Verlosung der Tischlampe
Ein interessantes neues Produkt bietet Transfair aus Hamburg seit einigen Wochen an: Bedruckbare Tischlampen für den Sublimationsdruck.
Ich habe mir mal ein Muster zukommen lassen, um mir das ausgesprochen ausgefallene Produkt etwas genauer anzuschauen. Schließlich sagt ein Produkt in der Hand mehr aus, als das Bild in einem Newsletter.
Die Tischlampe wird ohne Leuchtmittel in einem normalen Karton inkl. einem Stück etwas gröber gewebtem sublimationsfähigem Textil geliefert. Das Stromkabel mit Eurostecker hat eine Länge von ca. einem Meter und dürfte für die meisten Nachttische oder andere Stellplätze ausreichen.
Tellerdruck
Teller im Sublimationsdruck zu bedrucken ist eine Kunst – oder eine Tortur, je nach Sichtweise. Dieses Produkt hat sich auf Grund der schwierigen Bedruckung nie richtig durchgesetzt. Durch die bereits bei der Produktion von Tellern übliche leichte Vertiefung in der Mitte des Tellers liegt das bedruckte Sublimationsdruckpapier auf der glatten Fläche des Innentellers nicht ganz plan auf. Leichte Schatten in der Mitte sind deshalb fast schon vorprogrammiert.
Deshalb muss einerseits diese Vertiefung z.B. durch Silikonschaummatten ausgeglichen werden – was zu einem erhöhten Absorbieren der Wärme führt, andererseits entstehen beim Verpressen durch die ungleiche Wärmeverteilung starke Spannungen zwischen dem Innen- und Außenbereich des Tellers was häufig zu einem Springen oder regelrechten Zerplatzen des Tellers führen kann. Alles in allem ist diese Art des Sublimationsdruck nur hartgesottenen Profis zu empfehlen oder wenn man den entsprechenden Ausschuss kalkulatorisch verkraften kann.
Tellerdruck
Der Tellerdruck ist eines der am seltensten verwendeten Druckverfahren im Sublimationsdruck. Gründe dafür sind einerseits die grundsätzlich geringe Nachfrage, andererseits die Komplexität dieser Drucke. Die Ausschussquote beim Tellerdruck ist oft so hoch, dass sich das Bedrucken eines einzelnen oder einiger weniger Teller gar nicht rentiert. Insbesondere kommt dabei noch die fehlende Routine hinzu. Ärger ist fast immer vorprogrammiert.
Die für den Sublimationsdruck geeigneten Teller müssen selbstverständlich auch polyesterbeschichtet sein. Durch den Produktionsprozess des Tellers selbst befindet sich in der Mitte des Tellers eine minimale Vertiefung in der Keramik. Besonders dieser Bereich ist beim Sublimationsdruck anfällig für wolkige Drucke, da der Anpressdruck dort geringer ist als in den anderen Bereichen.
Auch sollte man die Teller vor dem Pressen auf eine möglichst hohe Temperatur (> 70°C) im Backofen vorheizen. Durch das Pressen mit einem speziellen Heizelement wird nur der Innenbereich des Tellers aufgeheizt. Der äußere Rand bleibt kalt oder wärmt sich nur geringfügig auf. Dadurch ergeben sich hohe Spannungen zwischen dem Innen- und Außenbereich. Die Folge: Der Teller springt oder platzt regelrecht auseinander. Die Wucht kann so stark sein, dass sogar Verletzungsgefahr besteht. Trotz jeder Neutralität raten wir hier von der halbherzigen Verwendung des Tellerdrucks ab.
Besser eignen sich hier Drucktechniken wie die Schiebetechnik bei denen das Motiv in einem Wasserbad von dem Trägerpapier abgelöst wird und dann auf den Teller geschoben wird. Bei diesem Verfahren wie auch beim Sublimationsdruck ist der Teller für den täglichen Gebrauch nicht geeignet sondern eignet sich eher als Geschenk, Zier- oder Schmuckstück.
Fußmatten / Werbematten
Fußmatten in Eingangsbereichen eignen sich ideal als Werbematten mit aufgedruckten Motiven, dem eigenen Firmenlogo, einem flotten Spruch oder irgendeinem anderen Eyecatcher. Durch den Sublimationsdruck lassen sich einzelne Fußmatten sehr schnell individuell herstellen.
Durch den meist niedrigen und kurzen Flor sind die aufgedruckten Motive gut erkennbar. Ist ein umsäumter Rand aus Polyester vorhanden lassen sich die Fußmatten sogar randlos bedrucken. Auch nach mehreren Monaten und regelmäßiger Beanspruchung, sollte die Fußmatte in einem guten Zustand sein. Je nach Verschmutzung lässt die Fußmatte mit dem Staubsauger oder mit einer Bürste und Wasser mit etwas Reinigungsmittel einfach säubern. Durch die fest verbundenen Pigmente der Sublimationstinte mit dem Textil sollte die Farbe erhalten bleiben und nach einer feuchten Reinigung wieder die selbe Farbbrillanz zurück erhalten wie am Anfang.
Beispiel für personalisiert bedruckte Fußmatten:
Tassendruck
Der Tassendruck ist für viele die wohl am bekanntesten gewordene Art des Sublimationsdruck für bedruckbare Werbeartikel. Dieser umfasst im weitesten Sinne Tassen und andere runde Formen wie Bierkrüge und Gläser. Hierbei sind die bedruckbaren Artikel ebenfalls wie viele andere Produkte im Sublimationsdruck mit einem Polyesterlack beschichtet. Durch die besondere Art der Anwendung dieser Artikel – nämlich in der Spülmaschine – muss der Polyesterlack möglichst spülmaschinenbeständig sein. Viele der erhältlichen Artikel sind bereits sehr widerstandsfähig, einige wenige müssen oder sollten jedoch noch von Hand gespült werden.
Beim Tassendruck wird der Ausdruck um die Tasse herum gelegt, mit hitzebeständigem Klebeband fixiert und anschließend in einer Tassenpresse verpresst. Auch eine günstigere Einstiegslösung mit einem Umluftofen ist immer weiter verbreitet. Nach dem Ablauf der Zeit wird die Tasse aus dem Heizelement entnommen und meist in einem Behälter mit zimmertemperiertem Wasser abgekühlt. Dabei ist es wichtig die gesamte Tasse zügig in das Wasser einzutauchen. Eine bekannte Ausnahme stellen hierbei die erhältlichen sogenannten Tiertassen dar. Tiertassen haben als Henkel eine Tierform wie zum Beispiel eine Katze oder ein Tiger. Diese lassen sich nicht abschrecken, da sich sonst innerhalb der Keramik kleine Mikrorisse bilden die anschließend deutlich erkennbar sind.
Nach dem Abkühlen der Tassen sind dies fertig. Es muss im Vergleich mit Lasertransfer bedruckten Tassen nicht mehr “nachgebrannt” werden. Die Drucktechnik des Lasertransfer auf Tassen ist in den letzten Jahren deutlich zurück gegangen, da die Qualität im Sublimationsdruck in Brillanz und Haltbarkeit unschlagbar geworden ist.
Durch die auf den keramischen Produkten aufgebrachte Polyesterschicht dringt auch hier die Sublimationstinte direkt in diese ein. Man spürt auf der Oberfläche keinen Druck. Die gesamte runde Tasse ist glatt.
Die im Sublimationsdruck verwendeten polyesterbeschichteten Tassen sollten sich auf jeden Fall auch ausdrücklich für den Sublimationsdruck eignen. Einige wenige Lieferanten vertreiben ebenfalls noch Tassen für den Lasertransfer. Diese sind ebenfalls mit Polyester lackiert. Dieser ist aber weicher, damit die übertragene Lasertransferfolie besser auf die Tasse und in den Lack aufgepresst werden kann. Hier ist im Gegensatz zum Sublimationsdruck ein leichter Auftrag des Druckes zu spüren.
In der Spülmaschine haben Tassen mit einem hochwertigen Polyesterlack eine sehr lange Lebensdauer. Viele der von mir selbst verwendeten Tassen sehen auch nach mehreren Jahren noch genauso aus wie am Anfang. Wichtig dabei ist, auch wirklich die wie oben beschriebenen für den Sublimationsdruck geeignete Tassen zu verwenden. Sublimationsdrucke auf für den Lasertransfer geeignete Tassen sehen zwar auch gut aus, die Tasse ist ein paar Cent günstiger, aber all dies rächt sich spätestens nach einigen wenigen Spülmaschinengängen. Die Farben bleichen aus und verwischen auf der Tasse, da der Polyesterlack durch die Wärme in der Spülmaschine seine Poren öffnet, die eingebrachte Tinte gast wieder aus der Beschichtung aus.
Die Geschichte des Tassendrucks oder besser gesagt des keramischen Drucks hat eine Jahrtausende alte Tradition. Bereits 13.000 v. Chr. wurden in Japan bereits Keramiken hergestellt. Erinnern Sie sich noch an Ihren letzten Besuch in einer Ausstellung zu griechischer Mythologie? Damals wurden Tonkrüge bereits kunstvoll verziert und mit “Bildern gebrannt”. Eben diese alte Tradition findet sich heute in den Tassen, Bierkrügen und Gläsern, natürlich in einer sehr viel weiterentwickelten Technik wieder. Heute kann jeder dank dem Sublimationsdruck seine eigenen personalisierten Tassen besitzen.

