Harte und weiche Produkte im Sublimationsdruck
Je nach verwendetem Transferpapier im Sublimationsdruck kann sich die Druckqualität auf den Produkten unterscheiden. Deshalb unterscheidet man zwischen harten und weichen Produkten im Sublimationsdruck.
Harte Produkte sind z.B. Aluminiumplatten, UNISUB Produkte und Keramikartikel wie Tassen und Bierkrüge. Diese haben eine dünne und harte Polyesterschicht. Durch die geringe Dicke dieser Schicht nimmt diese auch nur eine begrenzte Menge an Sublimationstinte auf. Deshalb verwendet man dafür ein Transferpapier welches entweder nicht zu viel Tinte abgibt oder die Abgabemenge automatisch steuert.
Weiche Produkte sind in der Regel textile Produkte wie T-Shirts, Mousepads und andere Stoffe. Hier lässt sich mit mehr Tinte ein kräftigeres Bild erreichen. Das Textil ist saugfähiger wodurch es mehr Tinte aufnehmen kann und manchmal auch benötigt.
Ob zu viel Tinte auf eine harte Oberfläche eines Sublimationsartikels sublimiert wurde lässt sich daran erkennen, wenn insbesondere homogene Farbflächen ausbluten und unnatürliche Struktur im Druckbild aufweisen.
Mobile Nutzung von Sublimationsdruckern
Zwar geht man als Lieferant immer von einer ortsfesten Verwendung der Sublimationsdrucker beim Kunden aus. Durch die große Flexibilität des Druckverfahrens und die platzsparende Ausstattung, wachsen die gewerblichen Anwendungen im mobilen Bereich wie z.B. in Einkaufspassagen, auf Jahrmärkten oder bei Sportveranstaltungen. Dabei kommt es bedingt durch den Transport, die Temperaturunterschiede je nach Jahreszeit und die materielle Beanspruchung immer wieder zu Herausforderungen. Hier kann und wird Ihnen Ihr Lieferant auf die Funktionsfähigkeit bei einem mobilen Gebrauch mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Garantie geben können. Sie können aber selbst einiges dafür tun, damit sich Zwangspausen bei der Nutzung des Sublimationsdruckers in Grenzen halten.
Achten Sie darauf, dass das Schlauchsystem – wenn er eines besitzt – immer auf der gleichen Höhe steht wie der Drucker selbst. Hierfür bietet es sich z.B. an, den Drucker und das Schlauchsystem auf einer Holzplatte fest zu fixieren. Setzen Sie den Drucker und die Tinte keinen allzu großen Temperaturschwankungen aus. Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung. Ich habe selbst zwar schon „eingefrorene“ Drucksysteme wieder zum Laufen gebracht, sie sollten dies aber nicht zwingend herbeiführen. Nehmen Sie das Drucksystem über Nacht aus dem Verkaufsstand heraus, wenn es zu kalt wird.
Einige Nutzer behelfen sich auch damit, indem sie zwei oder mehr Drucksysteme anschaffen und nutzen. Beim Ausfall eines Druckers kann der zweite oder weitere Drucker weiter verwendet werden.
Durch die Weiterentwicklung und die verfügbaren Kleinformatdrucker mit großvolumigen Kartuschen wie der Ricoh GX-5050 und GX-7000 eignen sich diese natürlich sehr viel besser für den mobilen Einsatz als Drucksysteme mit Schlauchsystemen.
Eine weitere Besonderheit eines mobilen Verkaufsstandes ist, dass man evtl. keine Zugriffsmöglichkeit auf das Internet hat und somit gegebenenfalls wichtige Emails mit Anleitungen oder Software zur Lösung von Problemen nicht abrufen kann. In der heutigen Zeit gibt es dafür viele kostengünstige Lösungen. Ein UMTS Stick ist je nachdem eine gute Investition.
Das ICC-Profil
Das ICC Profil ist eine durch eine Rip-Software und ein Messgerät generierte Datei welche zur Steuerung der Farbwerte verschiedener Geräte an PCs und Macs dient. Hierzu zählen unter anderem Monitore, Scanner und Drucker. Erst durch das im Betriebssystem eingebetete ICC Profil werden die Farben dieser Geräte korrekt angezeigt.
Die Bezeichnung ICC steht für das International Color Consortium, welches 1993 von mehreren Unternehmen gründet wurde. Durch die Vereinheitlichung der betriebssystemübergreifenden Farbverbindlichkeit wurde der Standard für die Verwendung von Farbprofilen gesetzt. Diese definieren seitdem die einheitliche und übergreifende Darstellung von Farben von technischen Systemen.
Das ICC Profil ist eine Datei in der sehr viele unterschiedliche Farbwerte definiert sind. Diese Datei wird üblicherweise mit einem Messgerät erstellt. Stark vereinfacht erklärt misst ein Spectrometer vorgegebene Farbwerte und vergleicht diese mit standardisierten Datenwerten. Aus den daraus resultierenden Abweichungen generiert eine Software dann das ICC Profil mit dem eine korrekte Farbwiedergabe möglich ist.
Nur so ist es möglich, dass die abweichenden Farbwerte der Sublimationstinte nach dem Verpressen mit der Transferpresse auf den bedruckbaren Artikeln korrekt wiedergegeben werden.