Spucknapf bei Epson Stylus PRO Modellen modifizieren
Grundsätzlich wird bei Epson- und Ricoh-Druckern welche für den Sublimationsdruck verwendet werden nichts “umgebaut”, wie manch einer im Sprachgebrauch meint. Für den Sublimationsdruck wird der Drucker lediglich mit Sublimationstinte befüllt und der Drucker mit dem entsprechenden ICC-Profil im Druckertreiber eingerichtet.
Dennoch ergeben sich durch die Verwendung der Sublimationstinte je nach Druckaufkommen und Nutzungshäufigkeit verschiedene Aspekte, die kleine Modifikationen am Drucker nötig machen.
Epson-Druckköpfe korrekt reinigen und spülen
Durch zu unregelmäßige Benutzung, eine zu trockene Umgebung, Verschmutzungen in der Tinte oder anderer ähnlicher Auslöser kann es bei Sublimationsdruckern – in der Regel häufiger bei Kleinformatdruckern – zu verstopften Druckköpfen kommen.
Dies macht sich durch dauerhaft fehlende Düsen oder sogar komplett ausgefallene einzelne Farben bemerkbar. Mitunter fällt dies im Druckbild durch eine typische Streifenbildung nicht unbedingt auf, wenn mit einer entsprechend hohen Auflösung gedruckt wird.
Bemerkbar machen sich die ausgefallenen Düsen dann aber auf jeden Fall nach dem Verpressen des Sublimationsdrucks. Durch die ausgefallene Farbe fehlt diese auch im Motiv – das Druckbild wird verfälscht und gleitet je nach Ausfall der Farbe z.B. in einen rot- oder blaustichigen Bereich ab oder wirkt kontrastarm und unnatürlich. Den ganzen Beitrag lesen
Die Entwicklung von Kleinformatdruckern zu Produktionsmonstern oder „Es weihnachtet sehr….“
Seit nunmehr neun Jahren beschäftige ich mich mit dem Sublimationsdruck und kenne so ziemlich alle Druckermodelle seit dem Epson Stylus Color 3000. Auch diesen habe ich gelernt im Schlaf auseinander zu nehmen und wieder zusammen zu bauen.
Seitdem hat sich viel getan und der Sublimationsdruck ist weiterhin unaufhörlich am Wachsen. Seit die Fotodienstleister mit dem Wegfall der analogen Fotografie nun die entgangenen Umsätze der Bildentwicklungen durch Fotogeschenke und personalisierte Produkte auffangen steigert dies auch bei kleinen Shops und Produzenten die durchschnittliche Nutzung der weit verbreiteten DIN A4 und A3 Drucker.
Nicht nur, aber auch auch gerade in der Vorweihnachtszeit macht sich dies insbesondere bei den Händlern durch erhöhte Supportanfragen bemerkbar. Gemächlich vor sich herdruckende Systeme müssen nun alles geben, um den täglichen Auftragseingang zu bewältigen. Und fast schon vergessene bereits mit einer dezenten Staubschicht versehene Tintenspritzer werden aus dem Regal gekramt und versucht zu reaktivieren.
Dabei bleibt das ein oder andere System auf der Strecke oder man realisiert, dass der bisher verwendete Kleinformatdrucker die gewünschte Zuverlässigkeit welche er seit über einem Jahr an den Tag gelegt hatte nicht mehr leisten kann.
Diese Situation ist eigentlich schon immer so. Insbesondere durch die bisher verwendeten Epson-Drucker mit externem Schlauchsystem kam und kommt es bei übermässiger oder zu sporadischer Nutzung immer wieder zu Problemen und Frust der nicht unbedingt sein müsste.
Mit einfachen Fragen zu Wirtschaftlichkeit und Effektivität und ob sich der bisherige Kleinformatdrucker in der Vergangenheit mit den eingegangenen Aufträgen bezahlt gemacht hat, sollte man sich bei vermehrt auftretenden Problemen die Frage stellen, ob eine Anschaffung eines neuen Drucksystems Sinn macht.
Durch die seit einigen Monaten für den Sublimationsdruck verfügbaren Ricoh Drucker hat sich das zwangsläufige und nur passiv verdiente Monopol von Epson im Sublimationsdruck stark relativiert. Durch die bei Ricoh getrennt vom Druckkopf liegenden Kartuschen und dem innenliegenden fest installierten Schlauchsystem bis zum Druckkopf erübrigt sich für den Anwender eine aufwändige Installation.
Deshalb stellt sich nicht nur zur aktuellen Vorweihnachtszeit sondern generell immer häufiger die Frage nach einem Wechsel von Epson zu Ricoh. Die einschlägigen und unabhängigen Foren sind voll von Lobeshymnen über die Ricoh Drucker und empfehlen ganz klar den Wechsel.
Sicherlich haben auch die Epson Geräte noch ihre Daseinsberechtigung, insbesondere wenn sich diese bei kleineren Startschwierigkeiten mit einigen wenigen Handgriffen und ggf. einem Spülen des Druckkopfes wieder zum gewohnt zuverlässigen Drucken überreden lassen.
Dennoch ist ein deutlicher Trend in der Entwicklung und der Häufigkeit der Nutzung der Sublimationsdrucker erkennbar. Häufiger, regelmäßiger und mit höherem Druckaufkommen verkürzt sich die „Halbwertszeit“ der eigentlich als Bürodrucker und für Privatkunden gedachten System von damals durchschnittlich bis zu 2,5 Jahren auf nunmehr teilweise schon unter einem Jahr bis ein Drucker z.B. einen vollgelaufenen Tintentank hat, welcher bei den meisten Geräten noch ein bis zwei Mal resettet werden kann, bis man sich ernsthaft Gedanken über eine Neuanschaffung machen sollte.
Die derzeit massiv beworbenen Ricoh Geräte sowie auch die Epson DIN A2- Modelle wie der Epson Stylus PRO 4450 verfügen hierbei über einen austauschbaren Tintenabfalltank und sind auch seitens der gesamten Mechanik und Druckkopftechnik den kleineren Geräten weitaus überlegen. Hier kann man sicher sein, dass diese Geräte über Jahre hinweg ihren Dienst einwandfrei erledigen.
Als unabhängige Wissensplattform in der Sublimationsdruckbranche kann ich Ihnen deshalb nur empfehlen ihre aktuelle Ausstattung im Einzelfall zu überdenken und ggf. eine Neuanschaffung anzustreben.
In erster Linie tun Sie dabei sich selbst und insbesondere Ihren Kunden etwas Gutes.
Denn wer will schon wenige Tage vor Weihnachten entnervt ebenfalls entsprechende Kunden im Laden stehen haben, weil der bisher wenig beachtete Sublimationsdrucker in der Ecke durch fehlende Aufmerksamkeit und Pflege oder sogar durch die radikale über das normale Maß hinausgehende Benutzung mit einem Streik quittiert und Ihnen somit das Weihnachtsgeschäft vermiest?
Fehlerbehebung bei Ricoh-Geräten
Nachdem in den vergangenen Wochen Probleme mit Ricoh Druckern durch Print Equipment bekannt wurden hat sich die Schockstarre einiger Lieferanten und Kunden noch nicht gelöst. Leider hat Ricoh nach meinem Kenntnisstand immer noch keine passende Lösung parat und verhält sich ungewöhnlich bedeckt mit Aussagen. Auch mehrere Rückruf-Bitten verhallten bisher ungehört.
Spätestens auf der photokina nächste Woche wird Ricoh aber Rede und Antwort stehen müssen.
Derweil blogt Condé vorbildlich Lösungen, auch die Ricoh Geräte betreffend. Im Einzelnen geht es dabei um die Error Codes 993 sowie 990 und 999, welche durch Verschmutzungen bei Sensoren an tintenführenden Teilen erkannt oder auf Grund von Umgebungsvariablen wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit herbeigeführt werden.
Hope that helps und guten Druck!
Gekachelter Druck für Fliesen
Insbesondere für bedruckbare Fliesen aber auch andere große Produkte lassen sich Sublimationsdrucke auch gekachelt ausdrucken. Dies ist insbesondere für Inhaber kleinerer Drucksysteme interessant, wenn auch oft nur eine Zwischenlösung. Durch den gekachelten Ausdruck ergeben die einzelnen Seiten dann aneinander gelegt wieder das komplette Bild. Das hierzu nicht immer nur große RIP-Lösung wie z.B. Posterprint von Ergosoft oder CorelDraw nötig sind zeigt der hier gezeigte Film. In wenigen Schritten ist ein größeres Bitmap inkl. frei definierbarer überlappender Kanten in mehrere handliche PDF-Seiten aufgeteilt.
Diese können dann unter Beachtung des entsprechenden ICC-Profil für den Sublimationsdruck in Photoshop oder einem ähnlichen Programm weiter verarbeitet werden. Inwieweit die hier gezeigte Lösung aber die bisherigen Farbräume erhält oder verändert ist nicht genau bekannt. Einen Versuch ist es allemal wert. Für eingefleischte Corel-Fans bleibt natürlich die naheliegendere Option “gekachelte Seiten drucken” direkt in CorelDraw selbst erste Wahl.
Posterazor gibt es für Windows, Mac und sogar Linux – ist OpenSource und kostenfrei verfügbar. Wenn jemand von euch Posterazor ausprobiert würde ich mich anschließend über einen kurzen Kommentar dazu freuen.