Damperwechsel bei Epson Stylus PRO 4xxx
Ein jeder wird mehr oder weniger regelmäßig an seinem Auto einen Ölwechsel machen oder machen lassen, um die Betriebssicherheit der “deutschen liebstes Kind” zu gewährleisten und dabei normalerweise auch den Ölfilter wechseln.
Ähnlich sollte es sich auch bei täglich genutzten Druckern verhalten, welche schließlich für das tägliche Einkommen und die Produktion von Druckaufträgen unabdingbar sind. Das Bild lässt schon erahnen, dass dieser Damper aus einem Epson Stylus PRO 4450 seine Funktion nicht mehr richtig erfüllte.
Acht dieser Damper sind über dem Druckkopf der Epson Stylus PRO 4xxx Modelle eingebaut und dienen dazu, den Druckkopf vor Verunreinigungen zu schützen. Ein Filter sorgt dafür, dass diese Verschmutzungen nicht oder nur zu einem sehr geringen Teil in den Druckkopf gelangen. Bei der Original Epson Tinten sind mir bisher keine derartigen Verunreinigen bekannt. Im Sublimationsdruck kann es aber hin und wieder vorkommen, dass fehlerhafte Chargen von Tinten eine Art Schimmel oder andere Verunreinigungen beinhalten oder sich diese durch sehr regelmäßige und exkzessive Nutzung des Druckers ansammeln. Den ganzen Beitrag lesen
Andere Kunstfasern sublimieren
Manche Produkte scheinen ebenso wie 100% Polyesterprodukte für den Sublimationsdruck geeignet zu sein. Zum Beispiel Nylon wird häufig bei den sublimationsfähigen Regenschirmen eingesetzt. Aber nicht jede beliebige Kunstfaser eignet sich tatsächlich für den Sublimationsdruck, bzw. gibt es hier einige Besonderheiten zu beachten. Grundsätzlich müssen die mit Sublimationsdruck bedruckten Materialien für eine gewisse Zeit eine recht hohe Temperatur aushalten und die Sublimationstinte auf Grund ihrer Beschichtung oder ihrer eigenen Eigenschaft aufnehmen können.
Manche schmilzen ab einer bestimmten Temperatur oder werden zumindest weich. Die Farbe überträgt sich nur unzureichend oder wird verfälscht. Die Übergänge zwischen verschiedenen Temperatur und Zeiteinstellungen sind bei unbekannten Produkten meist fliesend und es braucht einige Geduld und mehrere Muster bis man sich an die “optimalen” Werte heran getastet hat. Auf jeden Fall sollte man für Versuche mit noch unbekannten Materialien die Heizplatte und Arbeitsplatte der Transferpresse mit einer Teflonfolie oder einem anderen Schutzpapier schützen.
Capping Station
Die Capping Station ist gemeinsam mit der Wiper das wichtigste Gegenstück zum Druckkopf. Sie sorgt mit der ihr angeschlossenen Pumpe dafür, dass die Tinte aus dem Druckkopf angesaugt und abgepumpt wird. Bei Düsenverstopfungen saugt sie Tinte aus dem Druckkopf an und befördert sie über die Pumpe in den Tintenabfalltank. Während dem Reinigungsvorgang fährt die Capping Station unter dem Druckkopf nach oben und dichtet die Unterseite luftdicht ab. Nur so kann ein Sog entstehen. Je nach Druckermodell und Reinigungsmodus wird der Vorgang mehrmals wiederholt. Zwischendurch wischt die Wiper die überschüssige Tinte zur Seite.
Je nach Druckermodell – auch abhängig vom Kleinformat oder Großformatbereich besteht die Capping Station mit der abdichtenden Gummilippe aus einer Capping für alle Farben oder mehreren Cappings für verschiedene Farben. Mehrere einzelne Cappings haben unter anderem den Vorteil, dass sich die Tinten nicht vermischen und der entsprechende andere Druckkopf durch die andere Farbe nicht verschmutzt werden kann.
Insbesondere ist dies aber auch wichtig, wenn in einem Drucker verschiedene Tintenarten parallel verwendet werden. Diese Hybriddrucker werden mit Tinten für verschiedene Anwendungszwecke befüllt. Je nach Auftrag wird die gewünschte Tinte dann über den Druckertreiber oder eine Rip-Software einzeln angesteuert. Die verschiedenen Tinten können bei der Vermischung innerhalb der Capping Station miteinander reagieren und zum Beispiel zu einem schnelleren Verkleben der dortigen Schlauchleitungen oder der Unterseite des Druckkopfes führen.
Wiper
Die Wiper ist abgesehen vom Druckkopf eines der wichtigsten Bauteile der tintenführenden und beweglichen Teile. Zu deutsch auch “Wischer” genannt dient sie genau zu diesem Zweck. Überschüssige Tinte und Verschmutzungen unterhalb des Druckkopf zur Seite zu wischen.
Während der Druckkopfreinigung bewegt sich die Wiper mechanisch angetrieben mehrmals unter dem Druckkopf hin und her. Mit ihrer Gummilippe welche häufig auf einer Seite aus einem fusselfreien Filz besteht schiebt sie die überschüssige Tinte während des Reinigungsvorganges zur Seite.
Je nach Nutzungshäufigkeit und Art der eingesetzten Tinte, kann die Wiper durch Verunreinigungen und Ablagerungen von Resten der Tinte verkleben. Dann ist die eigentliche Funktion – den Druckkopf zu reinigen – beeinträchtigt oder führt dazu, dass die Wiper den Druckkopf eher noch verschmiert. Dann muss die Wiper gereinigt werden. Hierfür gibt es je nach Tinten, Hersteller und Lieferant passende Reinigungsflüssigkeiten mit denen die Wiper benetzt und gereinigt werden kann.
Insbesondere bei Druckern mit Lösungsmitteltinten wird die Wiper durch die Lösungsmittel eher angegriffen und wird spröde. Hier empfiehlt es sich eher die Wiper in regelmäßigen Abständen direkt auszutauschen.
Damper / Filter
Die sogenannten Damper – auch Filter genannt – sind bei wenigen Klein-und fast allen Großformatdrucker die Achillesferse in Bezug auf die tintenführenden Teile. Dieser sitzt meist kurz vor dem Druckkopf und ist für das Filtern der Tinten zuständig. Dadurch werden kleinste Schwebstoffe und Verunreinigungen aus der Tinten gefiltert, bevor sie den Druckkopf erreichen und ggf. zu einer Verstopfung führen.
Eine weitere wichtige Eigenschaft der Damper ist die Bevorratung von Tinte als Reservoir. Der Damper besteht aus dem Filter und einer kleinen Menge an Tinte. Durch eine flexible dünne Kunststoffmembran wird die im Damper befindliche Menge automatisch nachgesaugt, sodass ein stetiger Tintenfluss gewährleistet ist.
Bei Arbeiten an den tintenführenden Teilen im Bereich des Druckkopfes kann es vorkommen, dass die Membrane beschädigt werden können. Oft reicht hier nur ein kleines Loch, schon ist die Funktion des Dampers nicht mehr gewährleistet. Bemerkbar macht sich dies durch die sofort ausbleibende Tinte. Auch nach mehreren Druckkopfreinigungen stellt sich keine Besserung ein. Der Grund: Durch das kleine Loch wird Luft angesaugt, wodurch kein Unterdruck entsteht welcher für den Transport der Tinte notwendig ist. Hier hilft nur ein Austausch des beschädigten Dampers.
Ebenfalls kann es aber durch einen verstopften Damper zu einem Stop des Tintenfluss führen. Der Filter ist dann soweit mit Verunreinigen zugesetzt, dass die Tinte nicht mehr ungehindert durch ihn hindurch fliesen kann. Auch hier lässt sich mit einem Austausch schnell Abhilfe schaffen.
In äußerst seltenen Fällen in der Vergangenheit setzte sich der Damper durch Pilze in der verunreinigten Tinte zu. Der Filter verschleimte regelrecht. Hier hilft meist nur das komplette Spülen des gesamten Tintensystems oder am Besten ein Komplettaustausch inkl. der Schläuche und weiterer tintenführender Teile.