Gespiegelter Ausdruck
Zu 99% werden im Sublimationsdruck die Transferpapiere spiegelverkehrt bedruckt. Anschließend wird das Transferpapier auf das bedruckbare Produkt gelegt und verpresst. Nach dem Ablösen des Sublimationsdruckpapier erscheint das Motiv somit seitenrichtig. Nur bei sehr wenigen Produkten wie den Glasschneidebrettern werden die Ausdrucke bereits seitenrichtig ausgedruckt und anschließen von hinten durch den Polyesterlack gepresst.
Die Spiegelung der Ausdrucke lässt sich am Einfachsten dauerhaft im verwendeten Druckertreiber einstellen und speichern. Ebenfalls stellt man hier meist die erforderlichen Einstellungen für die korrekte Farbwiedergabe, die Nutzung des ICC-Profil und die Druckqualität ein. All diese Einstellungen werden dann in einem Profil gespeichert und können durch einen Klick sehr einfach aufgerufen werden. Je nach verwendeter Sublimationstinte gibt es hier verschiedene empfohlene Einstellungen. Fragen Sie für die für sie passende Einstellung Ihren Tinten-Lieferanten.
Mehrmalige Verwendung von Transferpapieren
Mit Sublimationstinte bedruckte Transferpapiere geben während dem Sublimationsvorgang des größten Teil der Farbe in das zu bedruckende Produkt ab. Ein kleiner Teil der Tinte verbleibt auf dem Papier und sieht je nachdem noch recht kräftig aus, sodass man meinen könnte, dass man mit genau dem gleichen Papier einen weiteren Sublimationsdruck durchführen könnte. Dem ist nicht so. Die verbliebene Sublimationstinte auf dem Papier reicht nicht mehr für einen weiteren Druck aus. Verwenden Sie Sublimationsdruckpapiere immer nur einmal.
Auch ist es ratsam immer nur so viele Ausdrucke mit Sublimationstinte zu produzieren wie man auch benötigt. Das Vorproduzieren und “auf Lager” legen kann je nach Dauer die Qualität der Ausdrucke beeinflussen. Drucken Sie also auch der Umwelt und Ihrem Geldbeutel zu Liebe immer nur das was sie gerade benötigen.
Sublimationsdruckpapier
Das Sublimationsdruckpapier ist ein beschichtetes Papier ähnlich einem Inkjet Papier, welches für den Sublimationsdruck besondere Eigenschaften aufweist. Es ist speziell dafür entwickelt einen optimalen Tintenauftrag auf dem Papier aufzunehmen und diesen vollständig wieder auf das gewünschte Produkt abzugeben.
Die Tinte bleibt vollständig an der Oberfläche des Sublimationsdruckpapiers haften und dringt nur sehr gering in tiefere Schichten ein. Somit ist gewährleistet, dass der größte Teil der verwendeten Tinte auch wieder abgegeben werden kann. Spezielle Weiterentwicklungen bei Transferpapieren für den Sublimationsdruck gewährleisten auch, dass bei zuviel Farbauftrag auf dem Papier die richtige Menge an Tinte abgegeben wird und der Rest auf dem Papier verbleibt. Dies macht insbesondere im Vergleich mit verschiedenen Transferpapieren bei harten sowie weichen (textilen) Produkten einen Unterschied.
Eine weitere wichtige Eigenschaft von Sublimationsdruckpapieren ist, dass diese nach dem Pressvorgang und dem Öffnen der Transferpresse nicht mehr weiter sublimieren sollten, um eine Schattenbildung auf dem zu bedruckenden Produkt zu vermeiden. Durch das Öffnen der Transferpresse entsteht zwischen der Arbeitsplatte und der Heizplatte ein Sog durch den das aufliegende Transferpapier kurz abhebt und nur wenige Millimeter oder Zentimeter versetzt wieder auf dem Produkt aufliegt. Diese dadurch resultierenden Schatten im Sublimationsdruck lassen sich vermeiden, indem man eine Teflonfolie oder ein anderes Schutzpapier beim Pressvorgang darüber legt.
Ein Hersteller von Sublimationsdruckpapieren hat für industrielle Produktionen bereits ein Sublimationsdruckpapier entwickelt, welches nach dem Pressvorgang an der vorgegebenen Stelle leicht kleben bleibt. Der verwendete Kleber hat keinen Einfluss auf das Druckbild. Das Papier selbst lässt sich dann sehr einfach von dem bedruckten Produkt abziehen.
Das Angebot an Rollenware und Formatware gibt es je nach Hersteller in Standardformaten von A4 bis A2 sowie 42 cm Breite. Auch für den Großformatbereich mit einer Breite von mehreren Metern und unterschiedlichen Sondergrößen wie z.B. DIN A4 lang oder individuellen Konfektionierungen bei denen aus Jumbo-Rollen die gewünschte Breite und Länge konvertiert wird sind erhältlich.
Beim Verpressen mit Sublimationsdruckpapier kann es vorkommen, dass sich das Papier je nach verwendeter Temperatur leicht bräunlich verfärbt. Dies stellt keine Qualitätsminderung dar, zeigt aber auf, dass die aktuell verwendete Temperatur sehr hoch oder die Presszeit sehr lange ist.